
Liebe glücklichen oder Glück suchende,
Nach längerer Zeit und gerade mal zwei Blogeinträgen melde ich mich nun zurück.
Ich schreibe aus einer kleinen Stadt im Osten Deutschlands, in der ich, mit hoher
Wahrscheinlichkeit die nächsten zwei Jahre, als seinen Beruf ausübender Schauspieler,
meinen Lebensaufenthalt verbringen werde (Der Name soll an dieser Stelle noch nicht
genannt werden, um mögliche Böse Ohmen zu vermeiden).
Als Thema dieser Sitzung habe ich mich für das „Glück“ entschieden.
Jetzt nicht gerade das Thema, was man an einem späten Freitagabend schnell abhandelt,
weshalb ich es diesmal bei der reinen Persönlichen und Egomanen Haltung dem „Glück“
gegenüber belassen werde.
Im Vorherhinein ein paar Tatsachen zum Thema „Glück“.
1. Glück ist ein Gefühl, dass einem die Illusion gibt Wichtig zu sein und damit
gleichbedeutend mit einem Glauben.
2. Ein Glaube ist dazu da, um seinem Leben einen Sinn zu geben.
3. Etwas hat Sinn, wenn man letztendlich damit glücklich wird.
4. Glücklich sein zu wollen gehört zum Überlebensinstinkt des Menschen.
Nun zu mir:
Ich bin im Laufe des Lebens unfähig geworden reines Glück zu empfinde oder mich wirklich
über etwas zu freuen!
Da kann man sich nun ein Meinung dazu bilden und diesen Charakterzug für dämlich oder
spannend empfinden, muss man aber nicht.
Die Frage ist nur: Warum?
Wenn man zu oft einen in die Fresse bekommen hat (und das hat man, wenn man ein
übergewichtiger, hyperactiver, herumsingender halbitaliener mit Konzentrationsstörungen ist),
ist die eigene Sicht auf unsere Welt, zu recht, etwas pessimistisch und hoffnungslos.
Nun da man aber ja doch so hyperactiv ist und dadurch immer etwas zu tun brauch
(und wenn man etwas tut, glaubt man ja auch an etwas, sonst würde man es ja nicht tun)
entsteht in einem, eine gewisse Rastlosigkeit und Überforderung, wo man zum Schluss gar
nicht mehr weiß, was man nun glauben soll.
In dieser Unruhe ist es unmöglich den Moment des Glücks zu genießen.
Sollte man also, aller unwahrscheinlichkeit zum trotz, mal etwas richtig gemacht haben
(was man auch immer glaubt, was richtig ist) und eigentlich Glück empfinden, ist die ganze
Konzentration schon auf den nächste Moment gerichtet, den man eh vermasseln wird.
Wenn das nicht schon schlimm genug wäre kommt danach die „Erlösung“.
Sollte man nun im nächsten Moment, wie erwartet, alles falsch machen (was man auch immer
glaubt, was falsch ist) wird man bestätigt und hat recht behalten.
Dieses recht behalten zeigt, dass der eigene Glaube: „Ich bau immer nur Scheisse“, richtig ist.
Fazit: Ich bin nur glücklich wenn ich unglücklich bin!
Da dies eine unmögliche Tatsache ist und keinen Sinn ergibt, kann ich damit nicht glücklich
werden, da man nur glücklich sein kann, wenn etwas einen Sinn erfüllt.
……..
“Niemals Aufgeben, niemals Kapitulieren“ (Buzz Lightyear)



